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Change Management:
vom Stiefkind zum Zukunftsthema.

Das Umfeld für Unternehmen und Marken verändert sich dramatisch: Der Wettbewerb in den nationalen wie internationalen Märkten verschärft sich – und die Anforderungen an eine effiziente Unternehmens- und Markenführung wachsen. In diesem komplexen Umfeld müssen sich Unternehmen treu bleiben und zugleich anpassen, um markt- und somit lebensfähig zu bleiben. Eine Herausforderung, die ohne Change Management kaum gelingt. Das Gute: Das oft ungeliebte Thema erweist sich bei genauerer Betrachtung als ebenso vielschichtig wie interessant.

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Immer individuell –
aber oft nach ähnlichem Muster.

Das Umfeld, in dem Marken agieren, ist so unbeständig wie nie zuvor: Ob Märkte und Kundenanforderungen, technologische Entwicklungen oder auch das soziokulturelle Umfeld – all diese Faktoren verändern sich. In diesem Kontext ist es nur logisch, dass das strategische sowie das daraus abgeleitete operative Markenmanagement einem ebenso dynamischen Prozess unterliegen.

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Change Management muss Denkmuster aufbrechen und Veränderungen positiv vermitteln.

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Konflikte suchen,
Streit aushalten.

Warum erfolgreicher Change Macht braucht –
und Manager, die sie ausüben.

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Change wird von Menschen gemacht.

Warum der Erfolg von Veränderungsmanagement von gut durchdachtem Relationship Management abhängt.

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Bereit für die nächste Stufe.

Für Change Manager und Kommunikatoren hat sich der unternehmerische Kontext radikal verändert. Darin besteht auch eine große Chance: Wer den Dialog intensiviert, von anderen Disziplinen lernt und neue Kanäle öffnet, erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit von Veränderungsprozessen.

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Herausforderung Veränderung:
Fünf Faktoren für eine erfolgreiche Markenimplementierung.

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Die Schwierigkeit von Veränderungsprozessen kennt jedes Unternehmen: Wie geht man zum Beispiel vor, wenn es darum geht eine Marke zu implementieren? An allen Touchpoints, weltweit. Und wie schafft man eine tragfähige Grundlage, damit die Marke während und auch nach ihrer Implementierung gut, effizient und insbesondere dauerhaft funktioniert? Die Antwort ist keine Aufzählung von Einzelmaßnahmen, sondern methodisches Change Management. Fünf Faktoren sind hierfür entscheidend.

Willkommen in einem fiktiven Unternehmen – einem, dessen Markenverantwortlicher zufälligerweise Sie sind: Eine seit Jahren erfolgreiche Marke soll nach einem Aufkauf in ihr Portfolio integriert werden. Hierfür haben Sie eine Agentur beauftragt, die den etablierten Markenauftritt auf Basis einer strategischen Neuausrichtung behutsam modifiziert hat. So weit, so gut. Aber nun liegt es an Ihnen, diese Marke auch an allen Touchpoints weltweit auszurollen, die Akzeptanz der Mitarbeiter zu gewinnen und den Veränderungsprozess schnell und effizient umzusetzen. Wie und was kommunizieren Sie an alle übrigen Beteiligten? Welche binden Sie wie ein? Wie gehen Sie generell vor – strategisch, prozessual und inhaltlich?

Die Komplexität der Aufgabe ist offensichtlich. Umso wichtiger ist daher ein systematisches Vorgehen. Fünf Faktoren sind in der Regel für den Erfolg eines solchen Veränderungsprozesses entscheidend: gewissenhafte Planung, effiziente Umsetzung, nachhaltige Stabilisierung und kontinuierliche Validierung. Und ganz entscheidend: Führung und bedarfsgerechte Kommunikation.

Wer Veränderungen will,
muss erklären, warum.

Markenführung ist zu einem Großteil Kommunikation – und auch jedes Veränderungsvorhaben wie eine Markenimplementierung muss von einer angemessenen Change Communication begleitet werden. Zentrale Zielgruppe hierfür sind das Management sowie Mitarbeiter, die mit der Marke und für die Marke arbeiten. Sie alle müssen die neue Marke kennenlernen, sie verstehen und sich mit ihr identifizieren können, um die Veränderung in der Praxis zu ermöglichen. Denn: Marken sind in den seltensten Fällen selbsterklärend. Sie müssen sich den kommunikativen Status, in dem sie geschätzt, begehrt und spontan wiedererkannt werden, erst erarbeiten. Das gilt mit Blick auf das Management und die Mitarbeiter genauso, wie etwas später für die Kunden. Wenn sich Unternehmen nun entschließen, diese Marke zu verändern, so tun sie dies als strategische Investition mit dem Anspruch, den Wert der Marke langfristig zu mehren. Dieses Plus gibt es jedoch nicht umsonst: Es erfordert eine professionelle Kommunikation, die nicht nur rein faktisch-argumentativ, sondern auch emotional unterfüttert, strategisch fundiert, professionell geplant und konsequent umgesetzt werden muss

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»Markenbindung ist in der Regel irrational.

Veränderungen an der Marke benötigen daher neben einer rationalen Erklärung auch ein emotionales Moment.«

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Change Communication
als wesentlicher Erfolgsfaktor
in Veränderungsprozessen.

Change Communication beginnt mit dem Aufbau eines Teams aus Kommunikationsexperten. Dieses entwickelt das Kommunikationskonzept, legt Etappen fest und formuliert Kommunikationsziele und -themen. Zudem identifiziert es geeignete Kommunikationskanäle und Medien. Entscheidend ist der Aufbau von Brand Communities, deren Initiativen und Impulse dazu beitragen, die Markenkultur im Unternehmen mit Leben zu füllen. Zu Beginn sind es meist Mitarbeiter aus den Bereichen Branding und Marketing, die sich hier einbringen. Dennoch sollten Unternehmen dafür Sorge tragen, die Communities möglichst offen zu halten und Mitglieder über alle Abteilungen und Unternehmensstandorte hinweg zu gewinnen – insbesondere jüngere und online-affine Kollegen sind hier geeignete Adressaten. Generell ist es hilfreich, bereits etablierte Online-Medien einzubeziehen: Intranet, Extranet, die Website des Unternehmens sowie geeignete Social Networks fungieren als Multiplikatoren-Instrumente.
       

Die geeigneten Instrumente
nutzen – und an späteres
Markenmanagement denken.

Für die Implementierung einer großen internationalen Marke sind darüber hinaus Informations- und Kommunikationsinstrumente wie zum Beispiel Brand Change Portale sinnvoll oder in vielen Fällen sogar unverzichtbar. Sie arbeiten webbasiert, sind somit weltweit verfügbar und werden zentral redaktionell gepflegt. Mit Hilfe solcher Portale können relevante Inhalte gezielt ausgeliefert und schnell aktualisiert werden – beispielsweise Informationen zu Hintergründen und Zielen oder auch die passende Kommunikationskampagne zum Brand Change. Zusätzlich können diese Portale erste nützliche Tools zum Brand Change anbieten und die Fortschritte im Veränderungsprozess dokumentieren: Die neue Marke ist da, sie wird eingeführt – und das Ganze kommt Tag für Tag ein gutes Stück weiter voran. Für das Team ist es daher wichtig, von Anfang an eine gute redaktionelle Versorgung mit geeignetem Content zu gewährleisten und die Funktionalität des Change Portals sicherzustellen.

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»Ein professionell konzipiertes Brand Change Portal nutzt alle zeitgemäßen Kommunikationskanäle inklusive der bereits vorhandenen elektronischen Plattformen des Unternehmens sowie Social Networks wie Twitter, YouTube oder Facebook zur Community-Bildung.«

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Mit Hilfe des Brand Change Portals können nun alle Kommunikationskanäle und Social Networks beliefert und Brand Communities in dezentralen Unternehmensorganisationen gefördert werden. Mit dem nötigen Weitblick konzipiert, kann ein Brand Change Portal zudem als Grundlage einer späteren Brand Management Plattform fungieren, auf der die markenrelevanten Arbeitsprozesse der Unternehmensbereiche Branding und Marketing zusammengeführt werden, um dauerhaft Markenmanagement betreiben zu können. 
       

Mit gewissenhafter Planung
Synergien erkennen.

Angesichts der Komplexität eines Veränderungsprozesses wie einer Markenimplementierung ist professionelle Planung unverzichtbar: Sie hilft dabei, Effizienzpotenziale zu identifizieren und ermöglicht durch Bestandsaufnahme und Bedarfsermittlung eine maßgeschneiderte, effektive Implementierung. 

Eine Frage, die ebenfalls ganz an den Anfang gehört: Wo, wie, wann und zu wem fließen markenrelevante Informationen innerhalb und außerhalb des Unternehmens? Anschließend werden unter diesem Gesichtspunkt Instrumente und Tools betrachtet, die bei eben diesen Prozessen bereits genutzt werden. Erst im Anschluss hieran ist es überhaupt sinnvoll, über Optimierungsmöglichkeiten und einen effektiven Marken-Rollout nachzudenken. 

Wer konsistente Brand Identity, effizientes Brand Management und erfolgreiche Brand Communication erreichen will, muss im Vorfeld für Transparenz und Prozesssicherheit sorgen.

Ähnlich wie bei der Change Communication muss auch für die Planung ein Team zusammengestellt werden, das den Prozess trägt und vorantreibt. Geeignet hierfür sind Manager und Mitarbeiter, die mit dem Unternehmen und seiner Marke beziehungsweise seinem Markenportfolio bestens vertraut sind. Darüber hinaus sollten sie über Kenntnisse über existierende informelle Strukturen innerhalb des Unternehmens verfügen. Was die Teammitglieder auszeichnen sollte, ist die richtige Mischung aus Seniorität, Mitarbeiterakzeptanz und aktuellem Wissen. Allerdings: Die wenigsten Kollegen werden Routine in der Durchführung eines Brand Changes besitzen – denn auch in einem großen Unternehmen ist solch ein Veränderungsprozess nichts Alltägliches. Daher ist es sinnvoll, auch externe Spezialisten einzubeziehen, die über profunde Erfahrung in vergleichbaren Veränderungsprozessen verfügen. Diese kennen zusätzlich mögliche Fallstricke und wissen, wie sich unternehmensinterne Widerstände gegen eine Markenimplementierung überwinden lassen. Häufig wird daher ein Team gebildet, das sich aus internen und externen Experten zusammensetzt. Die Organisation kann – je nach Aufwand und Umfang – z. B. ein Kernteam, einen Lenkungsausschuss und Arbeitsgruppenleiter umfassen.

Der Kick-off erfolgt im Rahmen eines Workshops. Sein Ziel ist es, die Grundlagen für die erste Grobplanung zu erstellen: Wie gehen wir vor? Wo setzen wir an? Was sind kritische Erfolgsfaktoren? Welche Ziele wollen und müssen bis zu welchem Zeitpunkt erreicht werden? Im Zuge dieser ersten Bestandsaufnahme und Bedarfsermittlung werden anschließend die unternehmensspezifischen Markenprozesse zunächst grob umrissen sowie die internen und externen Touchpoints ermittelt und bewertet. Ein zentraler Aspekt hierbei ist die Identifikation und Definition der Stakeholder der Marke und der für sie relevanten Kommunikationsmittel. Auf dieser Grundlage und auf Basis der markenstrategischen Vorgaben können anschließend die Botschaften für den weiteren Ablauf des Brand-Change-Prozesses formuliert und festgelegt werden. 

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»Eine zentrale Aufgabe des Projektplanungs-Teams ist die Analyse der Markenprozesse des Unternehmens.«

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Process Audits legen die
Grundlage für die weitere
Planung und Optimierung.

Eine zentrale Aufgabe des Projektplanungsteams ist die Analyse der Markenprozesse des Unternehmens. Praktisch geht es darum, Process Audits durchzuführen, aus denen sich grundlegende Informationen über Zuständigkeiten, Verfahrensabläufe und Arbeitsinstrumente herauslesen lassen. Hierzu werden Manager und Mitarbeiter interviewt. Wesentliche Punkte wie zum Beispiel Zeitaufwände, Kosten und die weltweite Qualitätssicherung lassen sich so klären.

Erst wenn alle diese Informationen erfasst und bewertet worden sind, macht die weitere Planung und Optimierung der Arbeitsprozesse in Branding und Marketing tatsächlich Sinn: Die Basis ist gelegt, um sich mit der Feinplanung zum zukünftigen Workflow des Brand Managements, dem dazugehörigen Datenmanagement und der hierfür benötigten IT zu befassen.
       

Methodik und die richtige
Systemlandschaft als Garanten
für eine effektive Umsetzung
und ein dauerhaftes Brand
Management.

Sobald die Feinplanung vorliegt und in einen detaillierten Projektplan mit ausgewiesenen Verantwortlichkeiten überführt worden ist, kann der eigentliche Start der Markenimplementierung erfolgen. Parallel hierzu sollte die Change Communication angelaufen sein, die ersten Brand Communities gebildet sein und das Coaching von „Brand Ambassadors“ stattgefunden haben. Deren Aufgabe ist es, die neue Marke im Unternehmen persönlich vorzustellen und zu repräsentieren. Wenn dies erfolgt ist, sind die wesentlichen Voraussetzungen dafür gegeben, dass der Implementierungsprozess der Marke in der heute für die Unternehmen erforderlichen Qualität und Geschwindigkeit erfolgen kann.

Auch in der Umsetzungsphase ist es sinnvoll, externe Berater zu involvieren: Unternehmen und Marke profitieren enorm von den Erfahrungen und dem Implementierungs-Know-How außenstehender Spezialisten. Diese besitzen insbesondere die Expertise, alle Aspekte eines komplexen Change-Prozesses zu synchronisieren – von der Change Communication über die Projektsteuerung bis hin zu Stabilisierung und Evaluierung der Prozesse. Eine weitere Herausforderung: In einem effizienten Brand Management sind Marken-Know-how und Management-Kompetenz auf vielfältige Art miteinander verwoben. Da ein einzelner Berater diese Aspekte jedoch kaum alleine abdecken kann, bieten sich Teamlösungen an – idealerweise bestehend aus aufeinander eingespielten Branding-, Marketing- und IT-Spezialisten.
       

Warum standardisierte
IT-Lösungen nur selten
zum Erfolg führen.

Zu jeder Veränderung gehören die geeigneten Instrumente. Die Anforderung: Sie sollen die Umsetzung beschleunigen, erleichtern, effektiv und effizient zum gewünschten Umsetzungsziel führen und die Ergebnisse in ihrer Gesamtheit dauerhaft sichern. Da jedes Unternehmen anders arbeitet, hat es auch eine unterschiedliche Herangehensweise an den Implementierungsprozess. Genau deshalb hilft der Einsatz einzelner standardisierter IT-Lösungen meist nicht weiter. Wesentlich geeigneter sind offene Systemlösungen, bei denen die einzelnen Komponenten und Tools entsprechend des individuellen Anforderungsprofils des Unternehmens zusammengestellt werden. Diese werden auf einer Arbeitsplattform mit einheitlicher Benutzeroberfläche zusammengeführt: Diese Brand Management Plattform wird als zentrale Informations-, Kommunikations- und Arbeitsplattform in die Systemlandschaft des Unternehmens integriert.

Für den Erfolg sind nicht nur das System und seine Instrumente ausschlaggebende Faktor sondern auch die User. Beide müssen möglichst effizient und reibungslos aufeinander eingestellt werden. Der entscheidende Ansatz hierfür lautet: Befähigen.

Die Plattform ist in der Lage, einen Großteil der Arbeitsprozesse in Branding und Marketing in einem hohen Maß zu automatisieren. Damit ändert sich allerdings auch der Status des Users: Da ihm das System Arbeit abnimmt und einen einheitlichen Markenauftritt über alle Abteilungen, Standorte, Kommunikationskanäle und Medien gewährleistet, muss er zwangsläufig kein ausgebildeter Markenexperte oder Designer sein. Vielmehr wird er zum markenkompetenten Anwender. Natürlich muss er wissen, was er für und mit der Marke will und macht. Aber die zeitaufwändige, komplexe und wissensintensive Kleinarbeit, die früher benötigt wurde, um beispielsweise einen einheitlichen visuellen Markenauftritt sicherzustellen, kann er jetzt größtenteils der Brand Management Plattform überlassen. Natürlich ist der Automatisierungsgrad jeder einzelnen Brand Management Plattform je nach Unternehmen, Marke und Implementierungsprozess unterschiedlich.
       

Automatisierung und Vernetzung
von Arbeitsprozessen schafft
"Operational Excellence".

Eine Brand Management Plattform ist daher nicht bloß ein Informations- und Kommunikationswerkzeug. Sie leistet noch mehr, ist eine Arbeitsplattform, die kollaboratives Arbeiten ermöglicht und fördert. Nicht zuletzt diese Vernetzung von Arbeitsprozessen ist ein Garant für Operational Excellence in Branding und Marketing.

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»Da der Automatisierungsgrad des Brand Managements immer weiter fortschreitet, ist es inzwischen möglich, praktisch alle wichtigen Arbeitsprozesse rund um Branding und Marketing auf einer elektronischen Brand Management Plattform zusammenzuführen, nach Bedarf miteinander zu vernetzen und dadurch Operational Excellence zu ermöglichen.«

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Immer mehr Unternehmen drängen zudem darauf, auch die Produktionsabwicklung und Beschaffungslogistik im Rahmen der Branding- und Marketingprozesse in ihr Plattformkonzept zu integrieren – denn so lassen sich beträchtliche Effizienzgewinne erzielen. Die Anforderungen an Systeme und Tools erhöhen sich damit: Bei Web-to-Print-Anwendungen genügt es beispielsweise nicht, einfach nur eine standardisierte Software zu installieren. Vielmehr müssen die relevanten Arbeitsprozesse berücksichtigt werden sowie die IT-Umgebung und Schnittstellen zu anderen Abteilungen und Systemen innerhalb des Unternehmens und bei den Lieferanten in Betracht gezogen werden. 

Ziel ist immer eine Lösung, die effizientes und dauerhaftes Brand Management gewährleistet.

Worauf kommt es bei der Konzeption der Brand Management Plattform noch an? In erster Linie sollte sie konsequent die Prozesse abbilden, die während der Planungsphase in Process Audits und Bedarfsanalysen offengelegt wurden. Erforderlich ist zudem eine detaillierte Bestandsaufnahme der Systemlandschaft des Unternehmens im Rahmen eines Audits. Hieran schließt sich eine Analyse der erfassten IT-Systeme und der auf ihnen aufgesetzten Workflows an: So werden die Fragen beantwortet, welche bereits vorhandenen IT-Systeme für das Brand Management genutzt werden können und welche Tools darüber hinaus künftig benötigt werden.

Darüber hinaus muss es ein Ziel sein, die Plattform so anwenderfreundlich wie möglich zu gestalten: Ein hoher Anspruch an das UX-Design zahlt sich in Form höchstmöglicher Nutzung der User und bestmöglicher Effektivität und Effizienz in den Arbeitsprozessen und Ergebnissen aus.
       

Stetiger Ausbau
sorgt für Stabilität.

Vorsicht vor falschen Illusionen: Der Weg bis zur Etablierung und regulären Nutzung einer Brand Management Plattform als dauerhaftes Brand-Management-Instrument ist steinig. Dies weiß jeder, der schon einmal die Einführung eines neuen IT-Systems in einem Unternehmen miterlebt hat – ob als zukünftiger Anwender, leidgeprüfter Manager oder sachkundiger Administrator. Der Roll-out eines neuen Systems – in unserem Fall der Brand Management Plattform – muss nicht nur technisch, sondern vor allem auch mit Blick auf die praktischen Anforderungen hin vorbereitet werden. Das umfasst auch die Definition von Rollen und Rechten sowie den Ablauf und die Handhabung der einzelnen Arbeitsprozesse.

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»Worin sich der Erfolg manifestiert:
Hohe Akzeptanz bei den Anwendern durch transparente Change Communication – und mehr Effizienz in der täglichen Arbeit.«

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Mit der Einführung zeigt sich, wie wichtig die fundierten Analysen zu Beginn der Konzeption waren – und wie wertvoll es war, für einen hohen Anspruch an das UX-Design und intuitive Nutzerführung gekämpft zu haben. Die Plattform sollte die Arbeitsprozesse adäquat und transparent abbilden und sich so komfortabel und intuitiv wie nur möglich bedienen lassen. Aber selbst wenn alle diese Vorbedingungen optimal erfüllt sein sollten, benötigen die Anwender eine gewisse Zeit, um sich auf die veränderten Prozesse einzustellen, sich an das neue System zu gewöhnen, es auszuprobieren und schätzen zu lernen. Bei der Umsetzung optimierter Arbeitsprozesse und der hierauf basierenden Einrichtung einer Brand Management Plattform sollten von vornherein eine angemessene Einführungsphase eingeplant und Workflows und Tools schrittweise eingeführt werden.

In jedem Fall ist es hilfreich, vom Brand Change Portal aus einen fließenden Übergang in die Brand Management Plattform zu organisieren. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass die Anwenderschulung breit angelegt und schrittweise durchgeführt werden kann. So können eventuell einzelne Prozesse nochmals angefasst, neu modelliert und neu programmiert werden, bis sie endlich wie gewünscht über die Brand Management Plattform laufen. Sind solche „Nachbesserungen“ ein Indiz für mangelnde Professionalität? Nein: Denn sie sind trotz sorgfältiger Planung unvermeidlich. Daher sollte man neben der Stabilisierungsphase für Prozesse auch eine Optimierungsoption mit einplanen. In jedem Fall ist es wichtig und richtig, die Brand Management Plattform zunächst mit überschaubaren Benutzergruppen zu testen und daraus Konsequenzen für Coaching, Bedienbarkeit und Prozessoptimierung zu ziehen. Erst wenn die Einführungsphase unter diesen Gesichtspunkten wirklich abgeschlossen ist, sollte der Roll-out für einen größeren Anwenderkreis erfolgen.
       

Kontinuierliche Validierung
sichert während und nach der
Implementierung Ergebnisse
und Qualität.

IT-Systeme bieten prinzipiell die Möglichkeit, alle mit ihnen verarbeiteten Informationen transparent zu machen, zu dokumentieren und im Anschluss zu analysieren. Eine Brand Management Plattform sollte daher in jedem Fall auch genutzt werden, um zusätzlich Informationen zu erheben und zu nutzen. Dies sollte selbstredend in Einklang mit den Datenschutzvorgaben des jeweiligen Unternehmens beziehungsweise seiner Corporate Compliance erfolgen. Was die Informationsgewinnung angeht, sollte sie sowohl für die Evaluierung der Arbeitsplattform und des dazugehörigen Regelwerks als auch zur Auswertung der Arbeitsprozesse in Branding und Marketing sowie deren Ergebnisse genutzt werden.

Als Instrumente zur Ergebnisüberwachung werden beispielsweise Management-Informationssysteme oder vergleichbare Softwarelösungen eingesetzt, die einer kontinuierlichen Prozessüberwachung und Qualitätssicherung dienen. Das Topmanagement kann hier tagesaktuell alle Marken- und Kommunikationsaktivitäten des Unternehmens beobachten – und zwar über alle relevanten Abteilungen, Standorte und Kommunikationskanäle hinweg. Darüber hinaus eröffnen solche Systeme auch die Möglichkeit zu einer längerfristigen Analyse der Marke und ihrer Prozesse. So lässt sich der Markenauftritt optimieren und auf veränderte Anforderungen im Markt sowie den erweiterten soziokulturellen Kontext einstellen. Eine kontinuierliche Auswertung der Brand-Management-Prozesse ist die denkbar beste Basis, um Brand Strategy, Brand Communication und Marketing der laufenden Entwicklung anzupassen und zu optimieren.
       

Die Chance:
in der Veränderung gewonnene Prozesse dauerhaft nutzbar machen.

Ob Fusion oder Restrukturierung, Launch oder Relaunch – ganz gleich, wodurch Veränderungsprozesse ausgelöst werden: Sie müssen durch ein methodisches, professionelles Change Management gesichert werden. Denn nur so lässt sich schnell, effizient und sicher ein Mehrwert für das Unternehmen und alle Beteiligten erzielen.

Dafür braucht es Führung, motivierte Mitarbeiter, bedarfsgerechte Kommunikation sowie adäquate und sinnvoll orchestrierte Prozesse und Instrumente. Der Blick sollte dabei immer darauf liegen, dass die während des Veränderungsprojektes entstandenen Prozesse und Ergebnisse auch weiterhin dauerhaft im Sinne des Unternehmens und seiner Marke genutzt werden können. 

                 

Abstract.
Die weltweite Implementierung einer Marke funktioniert nur mit methodischem Change Management. Fünf Faktoren sind hierfür entscheidend: Kommunikation, Planung, Umsetzung, Stabilisierung und Validierung. Die Change Communication bindet Mitarbeiter ein, nutzt Instrumente wie Brand-Change-Portale auch zur Community-Bildung und begleitet den gesamten Veränderungsprozess. Process Audits sind das solide Fundament für die Planungsphase; externe Berater helfen mit ihrer Erfahrung bei der Umsetzung. Empfehlenswert: Change-Portale sukzessive zur Brand Management Plattformen weiterzuentwickeln. So kann damit die tägliche Markenarbeit vereinfacht, partiell automatisiert, effizient unterstützt und insbesondere Markenwissen dauerhaft gesichert werden.

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